Für 2000 Menschen: Das soll am Hauptbahnhof in Karlsruhe entstehen!

Foto: Rudolf Stricker - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7903402

Trotz Corona-Pandemie konnte sich die Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt Karlsruhe auch im Jahr 2020 als „Ort der Möglichkeiten“ weiter profilieren.

Dies geht aus einer Informationsvorlage über den aktuellen Stand der IQ-Leitprojekte im Korridorthema „Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt“ hervor, die der Ausschuss für Wirtschaftsförderung unter Leitung der Ersten Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz nun zur Kenntnis nahm.

IQ steht dabei für innovativ und quer als Prinzip zur hierarchie- und ämterübergreifenden Arbeitsweise bei der Stadtverwaltung. Wie diese in ihrer Vorlage ausführt, sind die Leitprojekte Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd, karlsruhe.digital, Innenentwicklung und Flächen, der Ausbau des Kongressstandorts Karlsruhe sowie das Aktionsprogramm Handwerk für die „Zukunftsfähigkeit Karlsruhes von zentraler Bedeutung“.

So geht die Entwicklung des Geländes südlich des Hauptbahnhofs zu einem gesundem Nutzungsmix bei optimaler Verkehrsanbindung voran: Die zwei Bürokomplexe links und rechts des südlichen Vorplatzes wurden von dem Unternehmen 1&1/United Internet im vergangenen Jahr mit rund 2.300 Mitarbeitenden bezogen. Voraussichtlich noch im laufenden Monat wird die Kantine im denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Heizkraftwerks ihren Betrieb aufnehmen. Pläne für ein Parkhaus sowie ein Fernbusterminal mussten zunächst ausgesetzt werden, da durch die Pandemie die für die Planung erforderlichen Daten nicht erhoben werden konnten. Dies soll Fortsetzung finden, wenn sich die Situation wieder stabilisiert hat. Die Grundstücke entlang der Schwarzwaldstraße befinden sich zurzeit in ersten Überlegungen.

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karlsruhe.digital machte Digitalstandort bekannter

Um Karlsruhes Position als „Ort der Möglichkeiten“ weiter zu etablieren, werde innovativ gedacht und quervernetzt gearbeitet, heißt es in der Vorlage zur Initiative karlsruhe.digital weiter. Insgesamt standen vergangenes Jahr Corona-bedingt naturgemäß digitale Ansätze und hybride Veranstaltungsformate im Vordergrund. So konnte die „Bunte Nacht der Digitalisierung“ 2020 wegen Corona nicht stattfinden. Stattdessen wurde aber das Hybridformat „[email protected]“ als Ersatz veranstaltet. Mit 2.000 virtuellen Zuschauerinnen und Zuschauern aus 16 Ländern fand gut Anklang, was dieses Jahr weitergehen soll und Karlsruhe auch als Digitalstandort über die Stadtgrenzen hinweg noch bekannter machte. Die Schlosslichtspiele sind mit ihrer weltweiten Strahlkraft ein besonderer Beleg dafür, was im digitalen Sektor möglich ist, um den ebenso für Wirtschaft wie Wissenschaft essenziellen Grad der Wahrnehmung zu schärfen. Für dieses Jahr ist die Beschleunigung der Vernetzung von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur genauso auf der Agenda wie das Gewinnen weiterer dringend benötigter Fachkräfte und der Ausbau des Digitalstandorts Karlsruhe.

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Das Jahr der Wissenschaft steht 2021 unter dem Motto „made in KA – Orte der Möglichkeiten“, um darüber unter anderem Karlsruhes Potenzial im Wissenschafts- und Forschungsbereich hervorzuheben. Je nach Pandemielage wird es hierbei analoge, digitale und hybride Veranstaltungen geben, über die jeweils rechtzeitig informiert werden wird.