Immer mehr vegane Stände auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt

Ein veganes Gericht auf dem Weihnachtsmarkt.
Symbolbild © istockphoto/jaanalisette

Fleischlose Ernährung wird immer bedeutender. Viele Menschen stellen ihren Lebensstil um. Auch in der Adventszeit.

Es gibt immer mehr Vegetarier und Veganer in Deutschland. Diesem Trend passen sich auch die Weihnachtsmärkte an. Sie stellen ihr Angebot und verkaufen immer mehr vegane Produkte.

Veganes Angebot ist wichtig

Das Marktamt besteht darauf. Etwas Passendes anzubieten, ist für viele Budenbesitzer jedoch nicht so leicht. Schließlich bestehen viele traditionelle Weihnachtsgerichte aus Fleisch oder tierischen Produkten.

Auch auf dem Karlsruher Christkindlesmarkt gibt es entsprechende vegane Angebote. Doch oft werden diese gar nicht angenommen und sind regelrechte Ladenhüter.

Laut Marktamt bieten insgesamt 18 Stände vegane Speisen auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt an. Die Angebote reichen von Popcorn bis zu Langos. Doch es gibt einige Lücken in der angekündigten Vielfalt. Personalmangel oder die geringe Nachfrage veranlassen manche Marktbeschicker dazu, das alternative Essensangebot von der Karte zu nehmen.

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Marktamt kontrolliert das Angebot

Dies erklärt der Amtsleiter. Das Marktamt überwacht, ob die eingereichte Stand-Bewerbung mit dem tatsächlichen Angebot übereinstimmt. Das vegane Angebot spiegelt sich zudem auch in der Punkte-Bewertung des Standes wider.

Wenn das Angebot nicht mit der Bewerbung übereinstimmt, wirkt sich das eventuell auf die Bewerbung im kommenden Jahr aus. Denn das Marktamt möchte, dass der Karlsruher Weihnachtsmarkt für alle Gäste da ist und für jeden etwas bietet. Deswegen ist auch ein veganes Angebot an Speisen und Getränken wichtig.

Viele Produkte sind nicht gefragt

In der guten Stube gibt es insgesamt 18 Stände. Neun davon bieten vegane Kost. Die veganen Schokofrüchte fallen aus, doch ansonsten halten die Marktleute ihre Zussagen. Ein Stand bietet sogar veganen Glühwein an. Doch dieser ist nicht gefragt und der Verkauf läuft schleppend. Dies berichten auch andere Händler. So war auch die Nachfrage nach veganem Rahmfleckl zu gering und flog von der Speisekarte. Es lohnte sich einfach nicht.

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Andere Standbetreiber dagegen verzeichnen eine positive Resonanz. Die veganen Schupfnudeln verzeichnen eine hohe Nachfrage und werden relativ häufig verlangt. Sowohl von Veganern als auch von anderen neugierigen Kunden, die einfach mal probieren möchten. Denn die Schupfnudeln werden nicht gebraten, sondern auf Bestellung frittiert und mit einer veganen Soße serviert.