Käufer sauer: Nagelneues E-Auto ist nach einem Tag schon kaputt

Ein Elektroauto wird nach einer Panne mit einer Starterbatterie abgeschleppt. Der große gelbe Abschleppwagen hat das Fahrzeug gerade mit dem elektrischen Arm auf die Ladefläche gehoben und abgestellt. Betrüger sind in bestimmten Ländern derzeit mit einem Störsender unterwegs.
Symbolbild © istockphoto/frantic00

Da kann man schon mal sauer werden. Nur einen Tag nach dem Kauf geht dem Kunden sein nagelneues E-Auto kaputt.

Die Wut dieses Kunden ist nachzuvollziehen. Er hat sich einen neuen Wagen bestellt, und nur einen Tag später gibt dieser seinen Geist auf. Warum ging sein E-Auto so schnell kaputt? Schließlich gehört die Marke, um die es sich handelt, zu den teuersten auf dem Markt.

Nagelneu, extra-teuer und kaputt

Obwohl gerade einer der größten Autobauer der Welt sein Festhalten am Verbrenner verkündet, stehen zurzeit alle Zeichen auf Elektromobilität. Inzwischen werden sogar Elektro-SUVs hergestellt, die die Bedürfnisse der Kunden gleich auf mehreren Leveln befriedigen. Ein herkömmlicher SUV ist vielseitig und stabil. Aber als Verbrenner pustet er leider viele Schadstoffe in die Atmosphäre. Da kommen die neuen E-SUVs wie gerufen. Das bedeutet quasi Luxus ohne Gewissensbisse. Aber genau so ein Modell hat jetzt am allerersten Fahrtag schlappgemacht.

Elektro-SUVs werden immer mehr

Elektro-SUVs gibt es mittlerweile viele. Vorneweg natürlich von Tesla – aber zum Beispiel auch Opel, Mazda, Hyundai verkaufen ihre eigenen Modelle. Die Preise starten ab 34.000 Euro. Für seinen „RS1“ von Rivian zahlt dieser Amerikaner umgerechnet 78.150 Euro. Wenn bei dem Preis der Wagen nach einem Tag bereits kaputt ist, sind Wundern und Wut angebracht.

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Rivian ist ein Elektrofahrzeughersteller aus den USA mit einem interessanten Sortiment. Zwei Modelle verkauft das Unternehmen: einen E-SUV sowie einen E-Pick-up. Die kleine Auswahl begründet Rivian damit, dass sie sich auf die beiden Modelle fokussieren und somit spezialisieren. Wieso bleibt der RS1 am ersten Tag dann auf der Strecke?

„Snow Mode“ kann nicht überzeugen

Der RS1 blieb nicht auf gerade Strecke stehen, sondern in einem hügeligen Gebiet während eines Schneesturms. Kann man da nicht Verständnis zeigen? Nein, denn genau damit hatte Rivian seinen E-SUV in einem Clip beworben. Dass der Wagen einen „Snow Mode“ besitzt, sollte das unterstreichen.

Nichtsdestoweniger blieb der 24-jährige Rivian-Besitzer sofort im Schnee stecken. Weil er obendrein noch zufällig auf einen Knopf kam, der seinen Wagen komplett abriegelte und bewegungsunfähig machte, war das Abschleppen besonders hart. Der Abschleppdienst musste viele hundert Kilometer mit dem RS1 im Gepäck ins nächste Service-Center fahren. Die gesamte Aktion hatte den E-Auto-Fahrer weitere 2.100 Euro gekostet. Die Lust auf Elektromobilität ist ihm fürs Erste vergangen.