Kälber gerissen: Wolf jetzt auch in der Eifel unterwegs

Symbolbild

Karlsruhe-Insider (dpa/lrs) – Ein Wolf hat in der Nähe des Eifeldorfs Roscheid (Kreis Bitburg-Prüm) zwei Kälber gerissen, wie Untersuchungen des Senckenberg-Forschungsinstituts jetzt bestätigt haben.

In zwei weiteren Fällen von getöteten Tieren in der Region liege das Ergebnis noch nicht vor, teilte das Umweltministerium am Freitag in Mainz mit.


Im September vergangenen Jahres hat Rheinland-Pfalz auch in der Eifel Schutzvorkehrungen eingeführt, nachdem Nordrhein-Westfalen in der nördlichen Eifel ein neues Wolfsgebiet ausgewiesen hatte. Seitdem sind die Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau Wolfspräventionsgebiet. Damit können dortige Halter von Schafen und Ziegen ebenso wie die Betreiber von Wildgehegen Fördermittel für die Sicherung von Herden mit Zäunen und Hunden beantragen. Wenn Tiere von einem Wolf gerissen werden, werden die Halter vom Land entschädigt.

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Im westlichen und nördlichen Westerwald gibt es mehrere Nachweise für das in Mitteleuropa lange Zeit ausgerottete Säugetier. Auch im Hunsrück wurde ein Wolf nachgewiesen. Einzeltiere tauchten auch in der Pfalz sowie bei Mainz auf, wo ein Wolf im Januar auf einer Autobahn überfahren wurde. Dieses Tier wird jetzt im Naturhistorischen Museum Mainz präpariert.