Kontrollen in Karlsruhe: Immer mehr Menschen mit Waffen unterwegs

Bild: Bundespolizei - Symbolfoto

Karlsruhe-Insider: Bei Kontrollen der Bundespolizei stellten die Beamten am Wochenende in Karlsruhe drei Personen fest, die nun wegen waffenrechtlicher Verstöße beanzeigt werden.

Den Anfang machte am Freitagnachmittag ein 34-jähriger Mann. Die Beamten stellten bei einer Kontrolle in der Karlsruher Innenstadt einen Schlagring in seiner Umhängetasche fest.

Er zeigte sich einsichtig und gab an, den Gegenstand lediglich zu Verteidigungszwecken mit sich zu führen. Nichtsdestotrotz ist der Schlagring ein nach dem Waffengesetz verbotener Gegenstand und wurde daher eingezogen.

Am Samstagnachmittag kontrollierten Bundespolizisten einen 20-Jährigen im Karlsruher Hauptbahnhof. Bereits auf Nachfrage händigte der Mann den Beamten ein Springmesser aus, welches er griffbereit in der Hosentasche mitführte. Das Messer wurde ebenfalls eingezogen.

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Sonntagnachmittag befand sich eine Streife der Bundespolizei im ICE zwischen Karlsruhe und Mannheim. Bei der Kontrolle eines 33-jährigen Mannes kurz nach Abfahrt des Zuges gab dieser auf Nachfrage an, eine Schusswaffe im Rucksack mit sich zu führen. Wie die Überprüfung ergab, handelte es sich um eine CO2-Waffe, welche nur in Verbindung mit einer Waffenbesitzkarte in der Öffentlichkeit geführt werden darf. Einen entsprechenden Nachweis konnte der Mann nicht vorlegen. Nach der Einziehung von Waffe und Munition, konnte der 33-Jährige seinen Weg fortsetzen.

Gegen alle drei Betroffenen wird die Einleitung eines Verfahrens durch die zuständige Ahndungsbehörde geprüft. ots