Nächstes großes Kleidergeschäft ist pleite – „Es hört nicht auf“

Zwei rote "Wir-schließen-Schilder" sind in einem Schaufenster aufgehängt. Das Schild kündigt einen 50%igen Nachlass auf alle Produkte an. Es ist der Ausverkauf einer Filiale, die alle ihre Produkte so rasch wie nur möglich abverkaufen will.
Symbolbild © istockphoto/machdas

Die Pleitewelle scheint nicht abzureißen. Jetzt ist das nächste große Kleidergeschäft pleite. Eine schlechte Nachricht für die Betroffenen.

Das nächste große Kleidergeschäft ist pleite und damit stehen neben dem Unternehmer auch die Mitarbeiter vor dem Aus. Erst vor Kurzem gab man bekannt, dass der Salzburger Bekleidungshändler Schneiders Insolvenz angemeldet hat. Damit verabschiedet sich das nächste Bekleidungsgeschäft vom Markt.

Nächstes großes Kleidergeschäft pleite

Mit der Habsburg Kleidermanufaktur Gesellschaft m.b.H. ist nun das nächste große Bekleidungsunternehmen pleite. Am 7. Juni wurde am Landesgericht Salzburg ein entsprechendes Insolvenzverfahren eröffnet. Als Masseverwalterin wurde Andrea Fruhstorfer vom Gericht bestellt. Die erste Gläubigerversammlung soll am 28. Juni stattfinden. Gemeinsam will man dann an einer Lösung feilen. Grundsätzlich kümmert sich das Unternehmen um die Marke Habsburg, die zuletzt auch über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen gesorgt hat. Die einstürzenden Umsatzzahlen der letzten Monate und Jahre haben demnach einen enormen wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen angerichtet.

Insolvenzwelle reißt nicht ab

Wenn ein Unternehmen Insolvenz anmeldet, bestätigt es an Eides statt, dass es zahlungsunfähig ist. Das muss nicht das Ende des Unternehmens bedeuten. Das Beispiel Karstadt zeigt, dass ein Konzern zwar zahlungsunfähig sein kann, man aber dennoch versucht, das Unternehmen zu retten. Mit der Insolvenz und dem Insolvenzantrag gehen aber oft drastische Restrukturierungen einher. In vielen Fällen werden Mitarbeiter entlassen und reihenweise Filialen geschlossen. Ziel ist es, sich für die Zukunft besser aufzustellen und wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Für viele große Einzelhandelsunternehmen ist es problematisch, mit dem Online-Boom Schritt zu halten. Wer sich hier nicht digital stark aufstellt, wird es in Zukunft wohl immer schwerer haben. Der Vorteil im digitalen Einkauf liegt in der Bequemlichkeit und oftmals auch in den günstigeren Preisen.

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In diesem Fall kann man nur hoffen, dass es noch eine wirtschaftliche Rettung für die Habsburg Kleidermanufaktur gibt. Dies hängt von dem kommenden Konkursverfahren ab und inwiefern es möglich ist, sich in Zukunft besser auf die Nachfrage der Kunden einzustellen.