Preis-Schock: Anwohnerparken in Karlsruhe wird wohl noch teurer

Parkende Autos.
Symbolbild © istockphotoTuba Acik

In Karlsruhe ist das große Sparen angesagt. Die Stadt diskutiert jetzt gerade über die Details. Auch das Anwohnerparken ist betroffen.

Die Stadt Karlsruhe hat eine Liste mit 200 Punkten. Alle davon betreffen Sparmaßnahmen der Stadt. Viele Dinge werden für die Bürger teurer. So auch das Anwohnerparken.

Karlsruhe muss sparen

Das ist bereits klar. Nun hat der Gemeinderat bereits unterschiedliche Ideen, mit denen wieder Geld in die Kasse gespült werden soll. Er setzt den Rotstift drastisch an. Die Sparmaßnahmen kommen aber erst 2024. Denn erst in einem Jahr entscheiden die Stadträte, wie Karlsruhe die städtischen Finanzen in den Griff bekommen soll. Vorschläge gibt es aber schon viele. Die Stadt präsentierte eine Liste mit 200 Punkten. Diese nahm der Gemeinderat am späten Dienstagabend jedoch lediglich zur Kenntnis.

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Dennoch gibt es auch schon klare Ansagen, was die Kommunalpolitiker mittragen wollen und was nicht. So möchten die Grünen nicht beim Klimaschutz sparen.

Anwohnerparken wird teurer

Neben Kürzungen wurden auch deutliche Preiserhöhungen zulasten der Bürger vorgeschlagen. Ein wichtiger Punkt auf der Liste ist das Anwohnerparken. Der entsprechende Ausweis dafür kostet aktuell 180 Euro pro Jahr. Jetzt soll dieser Betrag verdoppelt werden. Bisher lehnte der Gemeinderat diese Maßnahme jedoch ab. Die CDU ist gegen diese enorme Erhöhung. Auch Karlsruhe hält davon nichts.

Zoo, Bäder und Museen

Auch diese Freizeitvergnügungen sollen ab 2024 im Preis steigen. So sollen die Eintrittpreise teurer werden und im Zoo sollen Kinder bereits ab vier anstatt ab sechs Jahren bezahlen. Noch tut man sich aber mit dem Gedanken an solche Maßnahmen schwer, denn immerhin leiden unter solchen Sparmaßnahmen ganze Familien.

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Doch das Defizit muss ausgeglichen werden. Denn der städtische Etat beträgt pro Jahr rund 1,6 Milliarden Euro. Steuert man nicht dagegen, droht nach Berechnung der Kämmerei im Jahr 2024 ein Defizit von bis zu 140 Millionen Euro pro Jahr. Die 200 Punkte umfassende Liste soll den Haushalt um 60 Millionen Euro entlasten. Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) geht jedoch davon aus, dass in einer zweiten Runde nochmals die gleiche Summe zusätzlich eingespart werden muss. Details dazu soll es voraussichtlich im April nächsten Jahres geben. Auch diese werden bei der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2024/25 erst Ende 2023 beraten und entschieden.