Coronakrise: Einzelhändler stehen vor dem Aus in Baden-Württemberg

Symbolbild Foto: Uli Deck/dpa

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Viele Händler im Südwesten fürchten wegen der Corona-Krise um ihr Geschäft.

In einer Umfrage des Handelsverbandes unter 700 Händlern, die am Dienstag veröffentlicht wurde, stuften knapp 22 Prozent der Befragten die Gefahr einer Geschäftsaufgabe
aktuell als groß oder sehr groß ein. Weitere 26 Prozent bezeichneten sie als mäßig wahrscheinlich.


Dass Kunden ausblieben, führten viele Händler auf die Maskenpflicht zurück, heißt es in der Umfrage. Ein großer Teil bewerte die Einnahmen in der dritten Woche nach Wiedereröffnung als «extrem schlecht». Die Mehrheit der Händler erwirtschafte durchschnittlich nur 20 bis 40 Prozent des Umsatzes des Vorjahreszeitraums, ein Viertel erziele weniger als 20 Prozent.

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Der Handelsverband fordert ein Konsumprogramm, einen Entschädigungsfonds, Grenzöffnungen, Bürokratieabbau sowie Steuererleichterungen. Am Dienstag besuchte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann zusammen mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) zwei Stuttgarter Kaufhäuser.