Notunterkunft eingerichtet: Großeinsatz und Evakuierung bei Karlsruhe

Symbolbild

Karlsruher-Insider: Am Samstagnachmittag wurde in Mühlacker-Großglattbach eine Panzergranate gefunden. Gleich mehrere Straßenzüge mussten bis 14.30 Uhr ihre Häuser verlassen.

Für die Zeit der Entschärfung wurde eine Turnhalle als Notunterkunft eingerichtet.

Der Kampfmittelräumdienst ist bereits vor Ort und hat seine Arbeit aufgenommen. Die Bewohner folgender Straßen sind von der Zwangsräumung betroffen:

Kopernikusstraße, Gallierstraße, Eulerweg, Keplerstraße, Lichtholzstraße, Kapellenweg, St. Markus-Straße, Oskar-Schlemmer-Straße, Gerlinde-Beck-Ring, und Schwarzwaldstraße.

Die Stadt Mühlacker ist für die Evakuierung der Ansprechpartner.

+++ UPDATE 17:30 UHR +++

Enzkreis (ots) – Den Blindgänger einer Panzersprenggranate fand ein Anwohner an seinem Haus in der Willi-Baumeister-Straße im Ortsteil Großglattbach.

Er verständigte am Samstag gegen 09.00 Uhr die Polizei darüber, dass er den verdächtigen Gegenstand bei Gartenarbeiten freigelegt habe. Vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg konnte das Fundstück als Panzersprenggranate identifiziert werden. Aufgrund des Zustandes der Granate sollte diese vor Ort gesprengt werden.

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160 Anwohner in einem Umkreis von 300 Metern um die Fundstelle mussten ihre Häuser verlassen. Den Menschen stand die Sporthalle zur Verfügung. Die Evakuierungsmaßnahmen waren gegen 15.15 Uhr beendet. Ein Polizeihubschrauber überflog mehrfach das gesperrte Gebiet um auszuschließen, dass sich noch Personen im Freien aufhielten.

Vom Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde die Granate ausgegraben und auf ein nahegelegenes unbebautes Grundstück des Neubaugebietes gebracht. Gegen 15.45 Uhr schlug der erste Versuch die Granate zu sprengen fehl. Eine zweite Sprengung glückte dann gegen 15.55 Uhr. Die Sperrungsmaßnahmen wurden kurz nach 16.00 Uhr aufgehoben, die Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren. Im Einsatz waren neun Fahrzeugbesatzungen der Polizei, 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Mühlacker und drei Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes.