Gas-Preise eskalieren bald: Verbrauchen sollen 2000 Euro zur Seite legen

Gas-Pipeline Russland
Symbolbild © istockphoto/Dragan Mihajlovic

Der Ukraine-Krieg tobt. Deutschland füllt die Gasspeicher auf, um unabhängiger zu sein. Falls ein Lieferstopp droht. Doch was kommt danach?

Es droht ein möglicher Gas-Lieferstopp seitens Russland. Um davon unabhängiger zu sein, füllt Deutschland nun die Gasspeicher auf. Der Füllstand ist derzeit „gut, aber nicht ausreichend“, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium.

Der 11. Juli ist ein entscheidendes Datum

Die große Frage derzeit lautet: Spitzt sich die Gas-Krise weiter zu? Das wird sich wohl am 11. Juli entscheiden. Dieses Datum bedeutet möglicherweise ein dramatischer Wendepunkt in der Gas-Versorgung.

Eines ist auf jeden Fall jetzt schon klar: Auf die Kunden kommen deutlich höhere Kosten zu. Experten haben düstere Prognosen bezüglich des Gaspreises.

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Putin hat die Gas-Lieferungen nach Deutschland bereits deutlich gedrosselt. Der Grund sind angebliche technische Schwierigkeiten. Diese sind aber wohl politisch gewollt.

Und eventuell steht die Ostseepipeline Nord Stream 1 bald komplett still. Als Folge der Wartung am 11. Juli. „Wir wissen nicht, was danach passiert“, sagt Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass nach dieser Wartung noch weniger oder gar kein Gas mehr nach Deutschland fließen wird. Putin könnte diesen Termin als Vorwand nutzen. Möglicherweise zieht er die Wartung in die Länge. Über Wochen oder sogar Monate.

Notfallplan für Gas

Aktuell liegen die Speicher in Deutschland bei ca. 59 Prozent. Wird die Gasmenge aus Russland gedrosselt, kann eine Füllmenge von 90 Prozent und mehr nicht erreicht werden. Das angestrebte Winterniveau zur Versorgungssicherheit kann dann nicht erreicht werden.

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Weiterhin sind unmittelbare Preisanpassungen durch die Versorger möglich. Die Mehrkosten werden dann vermutlich 1:1 an die Kunden weitergegeben und Tarife werden angepasst.

Grundversorger haben bereits 150 Preiserhöhungen angekündigt. Um durchschnittlich 35 Prozent. Im Herbst ist mit noch einer größeren Erhöhungswelle zu rechnen.

Die Gasrechnungen werden sehr kurzfristig und sehr deutlich steigen. Das sagt auch der Energie-Experte Daniel Wetzel. Er rät den Kunden Geld für die Jahresabrechnung zurückzulegen. Damit können dann die Nachforderungen und deutlich erhöhte Abschlagszahlungen beglichen werden.

Hilfreich wäre, wenn jeder 1.500 bis 2.000 Euro auf dem Konto liegen hätte.