Großalarm: Eine neue Tierart gefährdet den gesamten Bodensee

Möwen über dem Bodensee.
Der Bodensee erfreut sich großer Beliebtheit.

Experten schlagen Alarm, denn es gibt eine neue Tierart im Bodensee, die eine große Gefahr für die dort lebenden Fische und Tiere darstellt.

Eine invasive Tierart macht sich seit einiger Zeit im Bodensee breit. Und nun könnte die Situation brenzlig werden, denn die heimischen Fischarten sind bedroht.

Gehört hier nicht her

Das Tier ist eigentlich keines, das ursprünglich im Bodensee beheimatet ist. Der Stichling ist gebietsfremd aber bedroht jetzt die heimischen Fischarten im See. Das große Problem ist nämlich, dass der Stichling die Eier von Fischen frisst.

Damit bedroht er automatisch den Bestand der anderen Fischarten. Bisher kannte man das Problem und hat es beobachtet. Mit der Zeit machten den Fischern vor allem rückläufige Fänge, was den beliebten Felchen, einem heimischen Bodensee-Fisch angeht.

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Völlig unterschätzte Lage

Laut der Fischereiforschungsstelle Langenargen hat man die Situation jahrelang wohl offenbar massiv unterschätzt. Bisher ging man davon aus, dass die Stichlinge nicht wirklich eine große Bedrohung gegenüber den Blauelchen darstellen würden.

Forscher gingen bisher davon aus, dass die Stichlinge spät abends nicht mehr ausreichend Sicht im See haben würden. Dann könnten sie die Eier der Fische nicht sehen, die beim Laichen zu Boden fallen. Doch nun gibt es neue Erkenntnisse, die für Aufsehen sorgen.

Sicht ist kein Problem

Die Stichlinge haben kein Problem in der Dunkelheit die Fischeier zu finden. Dabei spielt auch die Sicht überhaupt keine Rolle. Sie nutzen wohl, laut den Wissenschaftlern, ihren Geruchssinn. So können die nur zehn Zentimeter langen Tiere offenbar innerhalb kürzester Zeit bis zu 40 Fischeier fressen.

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Das ist wiederum ein riesiges Problem für die anderen Tiere im See. Der Bestand des heimischen Fisches Blaufelchen wird dadurch stark bedroht und reduziert. Doch nicht nur diese Fischart ist bedroht. Auch andere heimische Fischarten, wie der Barsch könnten künftig vom Stichling bedroht werden.