Gigantischer Schatz im Rhein: Firmenvertreter stehen plötzlich im Rathaus

Schatz im Rhein
Symbolbild

Karlsruhe Insider: Stadt lehnt Genehmigung ab.

In Bühl sagen die Verantwortlichen, dass im Oberrhein kein Lithium abgebaut werden soll. Zumindest lehnt die Stadt die Voruntersuchungen, die für die Gewinnung dringend erforderlich sind, einfach ab.

Das Thema geistert seit Wochen durch alle Gemeinderäte der Region. In Beamtendeutsch geht es um den „Antrag auf Zulassung des Hauptbetriebs für 3 D-Seismik im Feld Ortenau II.“ Dahinter steckt die Firma Vulcan Energie Ressourcen GmbH. Die will Lithium aus Thermalwasser gewinnen. Zunächst handelt es sich aber nur um vorbereitende Untersuchungen. Doch bereits die sorgen landauf landab nicht für Begeisterung.

Der Gemeinderat schrieb an das Regierungspräsidium Freiburg einen kritischen Brief und schildert die Ablehnung genauer. Grundsätzlich haben die Stadtverantwortlichen nichts gegen die Gewinnung des Lithiums, sie wollen nur keine Voruntersuchungen. Laut Stadtverwaltung sind es im Grunde zwei Verfahren. Im Hinblick auf die Deutsche Erdwärme GmbH gehe es nur um eine Verlängerung der auslaufenden bergrechtlichen Erlaubnis. Der Antrag der Vulcan Energie betrifft hingegen neue erste Erkundungsuntersuchungen.

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Im Bühler Rathaus hat man Bedenken. Das Thermalwasser liege nach aktuellem Wissensstand unter dem Grundwasserleiter. Außerdem sei der Oberrhein eine seismisch nicht unbedenkliche Region. Erdbeben in Straßburg und Risse in Gebäuden der Stadt Staufen als Folge von Geothermie sind den Menschen noch in frischer Erinnerung. Außerdem fürchtet die Kommune Eingriffe in wichtige Naturschutzflächen.