Sehr bissig: Giftspinne breitet sich aus in Baden-Württemberg

Ammen-Dornfinger Spinne
Foto: Patrice78500, Gemeinfrei

In Baden-Württemberg ist eine Giftspinne unterwegs. Ihr Biss hat gefährliche Folgen. Unter anderem droht Kreislaufversagen.

Eine Giftspinne erobert derzeit Baden-Württemberg. Ihre Population wächst stetig an. Und ihr Biss ist für Menschen gefährlich.

Giftspinne ist besonders im Sommer gefährlich

Zum Glück gibt es hierzulande nicht viele Giftspinnen. Zumindest nicht in freier Wildbahn. Bis auf eine. Den Ammen-Dornfinger. Ihn gibt es bereits seit den 50er Jahren in Deutschland. Er vermehrt sich stetig weiter und seine Population wächst an. Dies erklärt der Naturschutzbund (NABU) Baden-Württemberg.

Der Ammen-Dornfinger scheint sich mittlerweile im Südwesten beheimatet haben. Ans sich ist er scheu. Doch wenn er zubeißt, kann es gefährlich werden. Auch für Menschen.

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Der Ammen-Dornfinger besitzt nämlich Kieferklauen. Diese durchdringen mühelos die menschliche Haut. Dadurch injiziert die Spinne das Gift.

So erkennt man den Ammen-Dornfinger

Die meisten Spinnen sind für Menschen eklig. Manche haben sogar Angst vor ihnen. Dabei sind die meisten Spinnen harmlos. So zum Beispiel der Weberknecht. Trotzdem finden ihn viele abscheulich.

Krabbelt aber ein Ammen-Dornfinger durch ein geöffnetes Fenster, erkennt man diesen sofort. Denn dieser sieht besonders scheußlich aus.

Er besitzt einen roten Kopf und haarige, fast durchsichtige Beine. Zudem ist diese Spinne auch besonders gefährlich. Sie ist die einzige Spinne, in Mitteleuropa, die Menschen ernsthaft verletzen kann.
Der Ammen-Dornfinger findet sich vor allem in Baden-Württemberg. Dort scheint sich die Spinne besonders wohlzufühlen. So lebt sie zum Beispiel in Heilbronn.

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Sie findet sich vor allem in hohem Gras. Denn dort baut sie mit Vorliebe ihre Nester.
Aber mittlerweile sichtete man ihn auch in Brandenburg und Berlin. In den vergangenen Jahren fand man die Giftspinne immer wieder innerstädtisch. Vor allem in Gärten mit hohen Gräsern.

In Mitteleuropa zählt der Ammen-Dornfinger zu den größten Spinnen. Obwohl er nur 1,5 Zentimeter groß ist. Er hat einen roten oder orangen Kopf und einen grün-gelben Hinterleib. Seine Beine sind behaart und bis zu vier Zentimeter lang. Also länger, als der eigentliche Körper.

Der Biss des Ammen-Dornfingers

Die Giftspinne beißt direkt durch die Haut und injiziert so ihr gefährliches Gift. Außerdem schmerzt der Biss sehr. Nach dem Biss schwellen die betroffenen Gliedmaßen an.

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„In den seltensten Fällen treten neben dem Schmerz noch Fieber, Kreislaufversagen, Schwindel, Schüttelfrost oder Erbrechen auf“. Dies erklärt ein Experte des NABU Brandenburg.

Insgesamt ist die Giftwirkung vergleichbar mit der einer Hornisse. Auch allergische Reaktionen sind möglich. So Martin Klatt, der Artenschutzreferent beim NABU Baden-Württemberg.