Fliegende Flaschen: Hunderte Jugendliche am Karlsruher Schloss!

Symbolbild Foto: Fabian Geier

Werden die Corona-Zahlen wieder steigen? Auch am Samstagabend versammelten sich ab ungefähr 21 Uhr wieder junge Menschen im Karlsruher Schlossgarten um zu feiern.

Bei Einbruch der Dunkelheit stellte die Polizei um die 900 Personen im Schlossgarten fest. Diese wurden gegen 22.20 Uhr durch die Einsatzkräfte angesprochen und gebeten, den Schlossgarten zu verlassen. Es handelte sich zumeist um junge Erwachsene, die zum Großteil erheblich dem Alkohol zugesprochen hatten.

Als schwierig erwies es sich, den polizeilichen Platzverweisen Folge zu leisten und nach Hause zu gehen. Ein Verlassen der Innenstadt mit dem öffentlichen Personennahverkehr war wegen der bekannten Problematik mit den verunreinigten Schienen und dem daraus resultierenden Schienenersatzverkehr nur schwer möglich. Zwei kurzfristig durch den KVV bereit gestellte Gelenkbusse konnten hier Abhilfe schaffen.

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Ungefähr 150 Unentwegte versammelten sich aber wieder gegen Mitternacht auf dem Schlossvorplatz, Flaschen wurden auf dem Boden zertrümmert, die Stimmung war sehr aufgeladen. Nach mehreren Aufforderungen zerstreute sich die Menge.

Später mussten nochmals um die 70 Personen im Schlossgarten zum Gehen aufgefordert werden, was sich aber problemlos gestaltete.

Allerdings trafen sich viele Personen gegen 0.45 Uhr wieder auf dem Platz der Grundrechte, der auch in der Nacht von Freitag auf Samstag stark frequentiert war. Hier befanden sich zum Zeitpunkt des Einschreitens der Polizei ungefähr 300 Personen. Die Einsatzkräfte sahen sich sofort mit heftiger Aggression konfrontiert, Flaschen wurden in Richtung der Einsatzfahrzeuge geworfen. Verbale Entgleisungen und Beleidigungen schlugen den Beamten entgegen. Der Platz wurde anschließend geräumt, verletzt wurde niemand. Gegen 01.15 Uhr war der Platz der Grundrechte geräumt.

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Schließlich beruhigte sich die Lage weit nach Mitternacht im innerstädtischen Bereich. Das konsequente Vorgehen der Polizeibeamten zeigte Wirkung, Ausschreitungen wurden im Keim erstickt. Die Polizei verzeichnete aufgrund konsequenter Ansprachen und Präsenz nur kleinere Vorkommnisse. /ots