Konzern will Karlsruher Werk schließen: Tausende Arbeiter betroffen

Ein großer Betrieb und eine Werkshalle von einem Unternehmen
Symbolbild © istockphoto/mediaphotos

Schlechte Nachrichten für Tausende Beschäftigte in Karlsruhe, denn ein großer Konzern will ein wichtiges Werk schließen.

Es ist unfassbar, dass dieser Konzern ausgerechnet das Karlsruher Werk schließen will. Die Gewerkschaft hat angekündigt, alles in ihrer Macht Stehende tun und sich für die vielen Beschäftigten einsetzen zu wollen. Zunächst einmal müssen sich jedoch alle auf das Schlimmste gefasst machen. Es sieht nicht gut aus.

Konzern will Karlsruher Werk schließen

Seit vielen Jahren produziert der Konzern in Karlsruhe. Jetzt will er das Karlsruher Werk schließen. Die Rede ist von dem Unternehmen Michelin, das am Freitag eine erschreckende Ankündigung gemacht hat. Man wolle den gesamten Konzern auf den Prüfstand stellen, insbesondere das Karlsruher Werk. Die Gewerkschaft reagiert mit Unverständnis. Der von Michelin geplante Kahlschlag sei nicht nachvollziehbar.

Betriebsrat und Gewerkschaft stellen sich gegen Schließung

Mit der Schließung des Standorts Karlsruhe drohe das Schlimmste. Seitens der Gewerkschaft hat man den Eindruck, dass der Konzern im Vorfeld keine Alternativen durchgerechnet habe. Man geht dabei sogar so weit, das Vorgehen als Rotstift-Aktionismus zu bezeichnen. Betriebsrat und Belegschaft wollen sich gemeinsam gegen dieses Vorgehen wehren. Was zum jetzigen Zeitpunkt fehle, seien Informationen zu den Kosten der Produktion sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen vor allem für den Standort Karlsruhe. Schließlich muss es einen guten Grund geben, warum der Konzern ausgerechnet das Karlsruher Werk schließen will.

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Entschiedener Kampf gegen Verlagerung der Mitarbeiter

Ein allgemeiner Hinweis auf Kapazitäten oder bestimmte Produktgruppen und Absatzmärkte würde nicht ausreichen. Mit oberflächlichen Erklärungen wollen sich Belegschaft und Betriebsrat nicht abspeisen lassen. Konkrete Zahlen müssen auf den Tisch. Auf einer Betriebsversammlung hatte Michelin jüngst angekündigt, vor allem Lkw-Reifen in Deutschland nicht mehr so stark produzieren zu wollen. Aktuell sind deshalb insbesondere das Werk in Karlsruhe und der Standort im rheinland-pfälzischen Trier bedroht. Ein Teil der Verwaltung könnte noch verlagert werden. Bundesweit geht man von bis zu 1.500 Beschäftigten aus, die dem aktuellen Sparprogramm von Michelin zum Opfer fallen könnten.