Gefahr für Karlsruher: Stadt sichert Wege im Wald ab!

Symbolbild

Karlsruhe: Aufgrund der extremen Trockenheit der vergangenen drei Jahre sind auch in diesem Jahr zahlreiche Altbuchen im Oberreuter Hardtwald vertrocknet.

Entlang der Waldwege sind sie wegen herunterbrechender Kronenteile und Instabilität eine Gefahr für die zahlreichen Waldbesucherinnen und Waldbesucher.


Aus diesem Grund wird das städtische Forstamt ab Ende September rund 65 Bäume entlang der Wege fällen. Die abgestorbenen Buchen, die weit genug von Waldwegen entfernt stehen, bleiben als stehendes Totholz im Wald.

Fällungen mit Käferexperten abgestimmt

Die schonende Bewirtschaftung des Karlsruher Stadtwaldes hat dafür gesorgt, dass im Oberreuter Stadtwald eine so genannte Urwaldreliktart überleben konnte. Der Berliner Prachtkäfer lebt in alten Buchenwäldern und besiedelt absterbende Buchen in sonniger Lage. Daher wurden die geplanten Fällungen im Vorfeld mit einem von der höheren Naturschutzbehörde beauftragten Käferexperten abgestimmt.

Lesen Sie auch
Bei Karlsruhern beliebt: Die schönsten Radtouren durch die Südpfalz

Um die Art zu erhalten ist es wichtig, dass stehendes Totholz im Wald bleibt und die gefällten Bäume nicht vollständig aufgearbeitet werden. Da das Kronenholz dieser Bäume vorhanden bleiben muss, wird das Forstamt in diesem Fall kein Holz an Brennholzselbstwerber vergeben.