Killer vor Gericht in Karlsruhe: Mutter und Kind (8) mit Messer getötet

Symbolbild Foto: Aaron Klewer / Einsatz-Report24

Karlsruhe-Insider / Tiefenbronn / Mühlhausen: Es war eine Bluttat, die wohl keiner in der Region jemals vergessen wird.


Am Nachmittag des 25. Mai 2019 wurde ein mittlerweile 61-jähriger Familienvater festgenommen. Er steht in dringendem Verdacht, seine 38-jährige Ehefrau und seinen 8-Jährigen Sohn getötet sowie seinem 11-jährigen Sohn lebensgefährliche Schnittverletzungen zugefügt zu haben.

Vier Verhandlungstage hat das Landgericht Karlsruhe nun für den Prozess um das Familiendramaangesetzt. Auftakt ist am 21. Februar, so geben die Verantwortlichen es nun bekannt.

Ein Zeuge hatte damals umgehend den Rettungsdienst und die Polizei verständigt. Aufgrund der Angaben des 11-Jährigen überlebenden, welcher sich auf die Straße retten konnte, wurden mehrere Streifenwagen hinzugezogen und das Haus durchsucht. Hierbei fanden die Beamten die 38-jährige und den 8-Jährigen tot im Wohnhaus auf.

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Dem 61-Jährigen wird vorgeworfen, seine Ehefrau und seinen jüngeren Sohn am frühen Nachmittag mit einem Küchenmesser getötet zu haben. Zuvor soll er diesen Substanzen mit dem in Beruhigungs- und Schlafmitteln enthaltenen Wirkstoff Benzodiazepin verabreicht haben. Gleiches gilt für seinen älteren Sohn, den er mit dem Küchenmesser lebensgefährlich am Hals verletzt haben soll.

„Mord in zwei Fällen und versuchter Mord“ – Die Anklageschrift geht vom Mordmerkmal der Heimtücke aus. Der Familienvater soll von Anfang an geplant gehabt haben, nach der Tötung seiner Ehefrau und seiner Söhne selbst aus dem Leben zu scheiden. Diesem Plan entsprechend, soll er nach der Tat Medikamenten und Alkohol zu sich genommen haben.

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Die Anklage geht aber davon aus, dass die Schuldfähigkeit des Verdächtigen bei der Tat weder aufgehoben noch rechtserheblich eingeschränkt war.