Mädel ins Asylheim gelockt: Gruppenvergewaltigung in Baden-Württemberg

Symbolbild Foto: Christoph Petersen/dpa

Karlsruhe-Insider: Fünf junge Männer sollen eine 14-Jährige an Halloween betäubt und vergewaltigt haben – zu Beginn des Prozesses um die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung haben sie vor dem Landgericht Ulm geschwiegen.

Die Angeklagten wollten am Donnerstag weder zur Tat noch zu ihren Lebensläufen Angaben machen. Die Verhandlung endete nach kurzer Zeit und soll am 20. Juli fortgesetzt werden.


Den jungen Männern wird vorgeworfen, die Schülerin Ende Oktober 2019 im Illertal (Alb-Donau-Kreis) mit Betäubungsmitteln wehrlos gemacht zu haben. Vier der Männer sollen sich laut Staatsanwaltschaft neunmal an ihr vergangen haben. Den angeklagten Asylbewerbern aus Afghanistan, dem Iran und dem Irak wird mehrfache Vergewaltigung oder Beteiligung vorgeworfen.

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Die Angeklagten zwischen 15 und 27 Jahren sollen die alkoholisierte Jugendliche in der Ulmer Innenstadt überredet haben, mit ihnen zu einer Flüchtlingsunterkunft in Illerkirchberg zu fahren. Dort sollen sie die Schülerin gezwungen haben, eine blaue Flüssigkeit mit einem Betäubungsmittel zu trinken. Die 14-Jährige schlief der Anklage zufolge auf einem Sofa, bis die vier Männer sie abwechselnd zum Sex zwangen.

Die Schülerin erzählte später den Eltern und der Polizei von den Verbrechen in der Halloween-Nacht und am Tag danach. Einer der Beschuldigten hatte die Taten laut Staatsanwaltschaft eingeräumt. Die übrigen bestreiten die Vorwürfe.

Für den Prozess sind bis November insgesamt 13 Verhandlungstage angesetzt. 28 Zeugen sollen gehört werden. Die Schülerin hat sich dem Verfahren als Nebenklägerin angeschlossen. Der Prozess wird wegen coronabedingter Abstands- und Hygieneregeln im Donausaal der Ulmer Messe eröffnet und soll dann im Oktober ins Ulmer Kornhaus ziehen.