Unbedingt abkochen: Leitungswasser-Alarm in deutscher Stadt

Eine Person steht vor dem Waschbecken und füllt ein Glas mit Wasser aus dem Wasserhahn. Dahinter ist eine beige Küche mit Messern und einem Wasserkocher abgebildet.
Symbolbild © istockphoto/sonsam

Derzeit muss das Wasser in einer deutschen Stadt abgekocht werden. Das sind die Gründe für den Leitungswasser-Alarm und diese Punkte müssen die Bürger der betroffenen Stadt beim Abkochen beachten.

Im Rahmen eines Leitungswasser-Alarms gab es für alle Bürger einer deutschen Stadt die Anweisung zum Abkochen ihres Wassers. Diese soll bis auf Weiteres eingehalten werden, um Risiken zu vermeiden.

Wasser zwingend abkochen

Das Gesundheitsamt Kulmbach hat bereits letzten Freitag, den 19. Mai, einen Leitungswasser-Alarm ausgerufen und die Bürger der Stadt zum Abkochen des Wassers aufgerufen. Eine Entwarnung gab es bislang nicht. Das heißt, dass die betroffenen Haushalte in der Region Stadtsteinach auch weiterhin das Wasser aus der Leitung abkochen müssen. Die Maßnahme ist notwendig, da Proben mikrobiologische Verunreinigungen im Wasser zeigten.

Die Abkoch-Regelung gilt so lange, bis eine dritte Probe des Leitungswassers vor Ort die endgültige Entwarnung gibt. Das Trinkwasser, das die Verbraucher aus der Leitung bekommen, muss in der Zwischenzeit entsprechend erhitzt werden, bevor es getrunken oder zum Kochen verwendet werden kann.

So kocht man Wasser richtig ab

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Bürger sollten das Wasser aus dem Hahn so lange erhitzen, bis alle Bakterien abgetötet sind. Dies ist dann erreicht, wenn das Wasser sprudelnd kocht, erklären Experten. Über einen Zeitraum von mindestens zehn Minuten muss das aufgekochte Wasser anschließend langsam abkühlen. Erst dann kann man es trinken oder zur Zubereitung von Tee, Kaffee oder für Speisen zu verwenden.

Bürgermeister Roland Wolfrum erklärte indessen im Stadtsteinacher Stadtrat, dass man davon ausgehe, dass die Verunreinigungen durch einen Hochbehälter ins Trinkwasser gelangt sind. Dabei könnten Bauarbeiten an dem Behälter die Ursache sein. Proben an der Quelle selbst konnten indessen Sicherheit bringen, dass diese sauberes Wasser liefere, heißt es.

Dritte Probe nötig

Nachdem die erste Probe mikrobiologische Verunreinigungen im Leitungswasser gezeigt hatte, konnte bei einer zweiten Probe nunmehr leichte Entwarnung gegeben werden. Diese habe keinen Befund in Bezug auf eine Verunreinigung ergeben.

Um auf der sicheren Seite zu stehen, soll eine dritte Probe nun Klarheit bringen. Bis dahin müssen die Bürger in Stadtsteinach ihr Wasser weiterhin abkochen und den Leitungswasser-Alarm beachten.