Dokument durchgesickert: Galeria Karstadt Kaufhof vor dem Aus

Eingang der Galeria Kaufhof.
Symbolbild © istockphoto/DaLiu

Im Januar soll feststehen, welche Filialen von Galeria Karstadt ihre Türen schließen. Offenbar sind mehr als ein Drittel betroffen.

Viele stellen sich in diesen Tagen wohl die Frage, wie es für Galeria Karstadt weitergeht. Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass die Handelskette in der Insolvenz steckt und um ihr Überleben kämpft. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre befindet sich Karstadt im Schutzschirmverfahren.

Drastische Verkleinerung der Filialen

Der erste drastischen Schritt ist die Verkleinerung des Netzwerks der Filialen. Von 131 Filialen soll ein Drittel schließen. In diesem Zusammenhang plant der Chef Miguel Müllenbach betriebsbedingte Kündigungen. Die internen Berichte sprechen von deutlich mehr als 40 Filialen. Das versetzt Mitarbeiter und Kunden in einen Schock.

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Ausgehend von den Recherchen der Lebensmittelzeitungtung sollen bis zu 90 Geschäfte von der Schließung betroffen sein. Was bleibt, wäre ein kleiner Kern an Standorten. Die Quelle für diese Ergebnisse sind Aussagen der Arbeitgeberseite und ein Bericht der Branchenzeitung.

Anstehende Kündigungswelle bei Galeria Kaufhof

Die Belegschaft soll um bis zu 30 Prozent schrumpfen – auch in den Filialen, die weiter betrieben werden. Damit soll Karstadt seine Personalkostenquote um drei Prozent senken. Derzeit sind für Galeria ungefähr 17.000 Menschen beschäftigt.

Auf eine Nachfrage der Branchenzeitung wurden vonseiten des Unternehmens keinerlei Zahlen genannt. Derzeit befinde man sich noch in den Verhandlungen und es sind keine konkreten Entscheidungen zu verkünden.

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Fragwürdiger Weg aus der Krise

Im Service-Center soll die Belegschaft um die Hälfte reduziert werden. Von weiteren Kürzungen seien der Reisebereich und das Facility Management betroffen. Es ist sogar denkbar, den Reisebereich in eine externe Gesellschaft zu überführen. Das ist in einer Mail an die Beschäftigten deutlich geworden.

Die Kritik vonseiten des Betriebsrats zielt auf fehlende bahnbrechende Neuerungen, was das Marketing anbelangt. In diesem Zusammenhang wird die Frage aufgeworfen, warum die Menschen zukünftig im Kaufhaus einkaufen sollten und nicht woanders. Die Maßnahmen gleichen denen des letzten Schutzschirmverfahrens. Sie seien nur härter.