Einfach vergessen: Aldi eröffnet neue Filialen und kassiert Spott

Eingang einer Aldi-Filiale
Symbolbild © istockphoto/jokuephotography

Aldi eröffnet einen neuen Discounter und kassiert Spott. Es wurde nämlich ein entscheidendes Detail einfach vergessen.

Aldi hat eine vollkommen neue Filiale getestet und wollte damit den Weg in die Zukunft beschreiten. Doch das ist wohl nach hinten losgegangen. Theorie und Praxis waren bei der Eröffnung weit voneinander entfernt. Denn ein wichtiges Detail fehlte.

Supermarkt der Zukunft kassiert Abfuhr

Der Supermarkt der Zukunft braucht keine Kassen mehr. Er funktioniert mithilfe smarter Technologien wie von Zauberhand. Überall in den Geschäften sind Sensoren angebracht, die jeden Schritt verfolgen. Sobald ein Kunde ein Produkt in den Warenkorb legt, wird es gescannt und später über eine App abgebucht. Das Ganze ist nach außen hin verschlüsselt, sodass die Kunden keinerlei Gefahren für Datenmissbrauch befürchten müssen.

Lesen Sie auch
Anzeichen: Darum bellen Hunde wenn es an der Haustüre klingelt

Die Theorie klingt verlockend. Doch funktioniert das wirklich in der Praxis? Mit der Öffnung des Discounters von Morgen kassierte Aldi Spott. Der Testladen hatte nämlich ein einfaches Problem. Wenn ein Kunde in den neuen „Shop & Go“-Aldi ging, registriert er sich über die App. Danach verknüpfte der Kunde seine Kreditkarte mit dem Konto. Der Testladen eröffnete in den Niederlanden und hatte ein simples Problem. In Holland hat nur jeder zweite Kunde eine Kreditkarte. Vor Ort ist es nicht üblich, per Kreditkarte zu zahlen.

Aldi hat ein wichtiges Detail einfach vergessen

Der Marktführer in den Niederlanden ist das PIN-System mit den Bankkarten. So gibt es für die Holländer das „Pinnen“ als übliches Wort im Alltagswortschatz. Wer sich überhaupt überwinden konnte, die App vor dem Einkauf aufwändig auf dem Handy zu installieren, scheitere spätestens bei der Eingabe der Kreditkarten-Nummer.

Lesen Sie auch
Einzigartig: Discounter-Kette eröffnet völlig neue Filiale in Deutschland

Aldi musste es auf die härteste Methode lernen, dass die Kunden selbst entscheiden, ob sie einen Laden aufsuchen oder nicht. Wenn die Bezahlung zu kompliziert erscheint, bleibt der Besuch aus. Im Netz regen sich einzelne Nutzer sogar darüber auf, dass Aldi mit dieser Aktion jede Menge Lebensmittel verschwendet hätte, da kaum jemand in den Shop gegangen wäre. Aldi selbst gibt sich reumütig und räumt ein, dass man weitere Zahlungssysteme zukünftig integrieren werde.